Aktuelles aus dem Theaterverein

Aktuelles aus dem Theaterverein


Premium-Mitglieder bei der Hauptprobe von
"Die weiße Rose" am 25.11.2022

Wie die leitende Dramaturgin Astrid Reibstein in ihrer Einführung in das Stück bemerkte, ist der Name zumindest in Deutschland leicht irreführend, erinnert er uns doch gleich an die Widerstandsorganisation und Sophie Scholl. Das ukrainische Märchen geht aber sehr viel weiter zurück. Und wer jetzt an eine Babuschka denkt, die mit Kinderchen am Ofen sitzt und Äpfel schält, sitzt nochmals einem Irrtum auf.

Die Inszenierung des Stadttheaters unter der Leitung der russischen Regisseurin Katja Ladynskaya entpuppt sich als farbenfrohes, Hiphop-Ballett (Choreographie Beate Höhn), das die Handlung auf berührende Art und Weise vermittelt: Dem Mädchen Lana gelingt es, sich und ihren Bruder Saschko zu retten. Sie entdeckt mutig und mitfühlend die inneren Werte eines „Ungeheuers" und befreit es so von seinem Fluch.

Beide mussten vor dem Krieg in ihrem Land fliehen, die weiße Rose steht für Heimat und die Freiheit, wie Katja Ladyskaya in einem Interview erzählt. Am Schluss wird gemeinsam eine weiße Rose gepflanzt, um den Anfang für einen Rosengarten für alle zu machen. Tänzerisch dabei helfen die drei Waldgeister mit den schönen Namen Mavka, Vydymo-Nevydemo und Ta scho grebli rve. Ein Stück, das zu verzaubern vermag.

Fotos: Thomas Langer


Der Theaterverein gewinnt den Penny Förderkorb zum dritten Mal

 
Nach 2018 und 2019 profitieren in diesem Jahr unser Theaterverein, und mit ihm die Fürther Förderschülerinnen und Förderschüler, bereits zum dritten Mal von Geldern aus dem Penny Förderkorb.

Erstmals wurde in diesem Jahr sogar der 1. Preis unserer Postleitzahlen-Region gewonnen, so dass wir zu den bundesweit 260 Siegern aus 3000 Bewerbungen gehören.

Die Bewerbung, die Johannes Beissel (Theatervereinsmitglied und Theaterpädagoge am Stadttheater)  abgegeben hatte, überzeugte nicht nur die Fach-Jury, sondern auch die Teilnehmenden am Online-Voting.

Was bedeutet das konkret?
1500 Euro Direkt-Gewinn plus ein Jahr lang alle Spenden, die in Penny-Märkten der Region über „Stimmt so" an der Kasse für ein Aufrunden zum nächsten 10 Cent Betrag geleistet werden, gehen an den Theaterverein für das von Johannes Beissel initiierte Förderschulprojekt.

Das gewonnene Geld aus dem 1. Preis des Penny-Förderkorbs kommt auch in diesem Jahr Fürther Förderschülerinnen und Förderschülern zu Gute und sorgt dafür, dass jede und jeder von ihnen mindestens ein kostenloses Theatererlebnis mit einem theaterpädagogischen Rahmenprogramm erleben kann.

Die Fach-Jury hatte aus allen Anträgen der Region dieses Jahr als einzige beide Bewerbungen ausgewählt. Somit ging auch der Sieg für das letztlich entscheidende Online-Voting für den 2. Preis an den Theaterverein. Mit 1000 Euro werden die Aktivitäten des Kinder- und Jugendtheaterrats am Stadttheater Fürth unterstützt.

 


Premium-Mitglieder bei der Hauptprobe von
"Der Kirschgarten"

Diese Hauptprobe war eine außergewöhnliche, nämlich die Antwort auf die Frage, wie die Situation „das Wasser steht Menschen bis zum Hals" auf der Bühne ausgedrückt werden kann. Regisseurin Mona Kraushaar fand dazu  die naheliegende Lösung – das Wasser kommt auf die Bühne. Und da mussten alle durch...waten, stapfen, schlendern.

Knapp 20 Premium-Mitglieder des Theatervereins folgten der Einladung von Intendant Werner Müller, die am Samstagabend, dem 15.10.2022 stattfand. Dramaturgin Julia Thurn gab im Vorfeld eine Einführung in das Stück, servierte die ‚Appetizer' für die Neuinszenierung, eine Eigenproduktion des Stadttheaters, die, wie Gäste bald zu sehen bekamen, kräftig entstaubt auf die Bühne kam.

Im Drama „Der Kirschgarten", das Anton Tschechow 1904 vollendete, ist das durch stadtnahes Wohnen bedrohte Idyll auch gut 100 Jahre später noch ein aktuelles Thema. Wer wird siegen, die Kindheitserinnerungen der Andrejewna, die sich ihre eigene Welt geschaffen hat, oder schnöde Mammon, der die Insolvenz abwenden könnte, aber was dann? Tschechow schrieb sein Stück über den Wertewandel, neureiche Emporkömmlinge und die Stolpersteine der Nostalgie in einer Zeit rasanter industrieller Entwicklungen.

Das hervorragende Ensemble arbeitet die illustren Charaktere in tragisch-komischen Szenen heraus, nimmt die Zuschauer mit, immer durchs Wasser einer Entscheidung entgegen, gegen die sich doch immer wieder gewehrt wird. Der Gegenwart bist du erst dann gewachsen, wenn du die Vergangenheit hinter dir lässt, heißt es im Stück. Und mit Oligarchen ist nicht gut Kirschen essen! Da kann Andrejewna noch so wehmütig auf ihrem Schaukelpferd wippen. 


Fröhliches Theaterfest am 25.09.2022

Ach, so viel Regen zur Eröffnung der Theatersaison 2022/23 hätte es nun wirklich nicht gebraucht. Zumindest nicht von 13.00 bis 18.00 Uhr. Doch die Theater-Crew war vorbereitet. Die Darbietungen wurden in den Großen Saal, auf die große Bühne verlegt, was für die Künstlerinnen und Künstler – und natürlich auch für die Zuschauer –  in Hinblick auf die Akustik ein besonderes Erlebnis war.

Der Kuchenverkauf des Theatervereins fand unter der Leitung von Birgit Bayer-Tersch im Eingangs-Foyer statt, so dass niemand an den gespendeten feinen Torten- und Kuchenkreationen vorbeikam. An der Kaffeemaschine erprobt und wie immer gut nachgefragt, stand Julia Vitez, im Verkauf tätig waren Ursula Osel, Iris Ronge, Heike Schmitz und weitere, dem Theaterverein wohlgesonnene Unterstützerinnen. Über den Erlös von über 425 Euro freuen sich nicht nur der Theaterverein, sondern auch Johannes Beissel und sein Jugendprojekt, das damit unterstützt wird.

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Firma „Der Beck" für die großzügigen Kuchenspenden und alle anderen kreativen Backkünstlerinnen.

 


Theaterfahrt zum „Festival der Barockkünste"
nach Český Krumlov, Tschechien
16. bis 18.09.2022

 

Genau ließ es sich nicht mehr feststellen. Auch unsere Theatervereinsurgesteine  mussten passen. Geschätzt wurden 15 bis 20 Jahre, seit die letzte mehrtägige Theaterfahrt stattgefunden hatte. Aus dem ursprünglichen Termin, September 2020, wurde Corona-bedingt September 2022, aber jetzt war es soweit: 28 Mitglieder des Theatervereins machten sich am Freitag, 16.09.2022, erwartungsvoll auf die Reise nach Krumau.

 Am Samstagvormittag waren erst einmal Stadtführungen angesagt. Krumau ist ein ganz entzückendes Städtchen, in dem sich auch der Maler Egon Schiele gerne aufhielt,  war es doch der Geburtsort seiner Mutter. 

 

 Gemeinsam spazierten wir am Abend zum Schlosstheater auf die Burg, und waren natürlich schon sehr gespannt, was uns erwarten würde -  wir wurden nicht enttäuscht. Neben Stockholm und Gotha ist Krumau eines der wenigen noch bespielten Barocktheater mit Originalkulissen. Gespielt wurde „La Vaghezza del Fato" (Die Unbestimmtheit des Schicksals), eine Oper von Giovanni Buonaventura Viviani (geb. 15. Juli 1638 in Florenz, gestorben 1692 in Pistola, italienischer Komponist und Violinist).

Die Ausstattung, die prächtigen Kulissen, das Orchester bei Kerzenlicht - eine wunderbare Stimmung! Das Stück handelte von den Irrungen und Wirrungen der Liebe in drei Akten, und fand im letzten seinen Höhepunkt, als die Helden dem (Plüsch-) Bären getrotzt, die Maiden verteidigt und sich als Paare dann endlich gefunden hatten. Sehenswert dabei ein kleines Hündchen, das artig seinen Auftritt absolvierte. Begeisterter Applaus.

Ein weiter Höhepunkt im Anschluss war das barocke Feuerwerk im Schlossgarten, das die Besucherinnen und Besucher noch einmal begeisterte. 

Und dann war's auch schon wieder Sonntag und die Rückreise stand auf dem Programm. Wir fuhren über Budweis nach Pilsen, das auf halber Strecke liegt. Kleiner Stadtspaziergang mit Mittagspause, bevor es weiter gen Fürth  ging, wo wir am frühen Abend wieder wohlbehalten ankamen. 

Es war ein fröhliches Wochenende in Südböhmen. Wiederholung auf jeden Fall erwünscht.

Fotos: Georg Daubenmerkl und Johannes Rau


Theaterfahrt zur "Kischte" nach Augsburg am 15.07.2022

Was für ein schöner Tag!
Die Karten hatten wir ja schon im Dezember 2019 für Mai 2020 besorgt. Dann begannen die „Corona-Festspiele." Im Juli 2022, endlich, konnten sich 20 Mitglieder des Theatervereins auf die Reise machen. 

Nach einer schönen Fahrt durchs Donau-Ries kamen wir mittags an. Die Tische in Augsburgs ältestem Gasthaus, dem Bauerntanz, waren schon für uns gedeckt.

Gestärkt ging's zur Stadtführung. Wir besuchten den Goldenen Saal im Rathaus, erfuhren viel Interessantes über die historische Wasserwirtschaft, die 130 km Kanäle umfasst. Dann war's aber höchste Zeit für den Besuch der Augsburger Puppenkiste im historischen Heilig-Geist-Spital. Gemeinsames Abendessen mit Kartoffelpuffer Dr. Faust, Lilalu-Salat, Flammkuchen und Currywurst Holleschnitz.

Pünktlich um 19.30 Uhr begrüßte das Kasperle die „Bubele und Mädele" und alle zwischendrin schon recht politisch korrekt. Dann ging's auch schon los mit dem „Kabarett 2022." Einblicke gab's in die Ampelschule, in der sich Annalena, Markus, und Heiner mit Lehrer Olaf zofften. Herrlich, die so liebevoll und detailliert gestalteten Figuren, das durchdachte Bühnenbild.

Ein Feuerwerk von Sketchen, Pointen, Bonmots und Lebensweisheiten wurde gezündet. Wohltuend intelligent, es war ein Vergnügen, das Publikum begeistert. Ton- und Bildaufnahmen waren nicht erlaubt, worauf auch sehr geachtet wurde.

Deshalb, das nächste Mal einfach mitkommen!

 

           


Ein Abend in Gigerlasbrunn

Premium-Mitglieder bei der Hauptprobe der ersten
fränkischen Bieroper

Kurz nach Orpheus und Eurydike sorgte Intendant Werner Müller für einen weiteren Genuss und bierseliges Kontrastprogramm: Die Premium-Mitglieder des Theatervereins wohnten am 17.05.2022 der Hauptprobe „Zum Goldenen Giger" bei, Bernd Regenauers erster Bieroper. Zusammen mit Komponist Uwe Strübing und Regisseur (nebst Co-Autor) Christian Schidlowsky, ist ihm ein recht süffiges Werk gelungen.

Herz, Schmerz, Generationenkonflikt, Bürokratie und Familiengeheimnisse. Alles spielt sich am 60. Geburtstag von Winni Thürhauff ab, an dem auch das 175-jährige Bestehen der Brauerei gefeiert werden soll. Und ja, Bernd Regenauer kann auch singen, und das sogar recht gut. Zusammen mit den Nürnberger Symphonikern und einem erstklassigen Ensemble aus Sängerinnen und Sängern vereinte das Singspiel Wirtshausatmosphäre mit den wunderbaren Stimmen aus der Welt der Oper. Schee....

(Weiter Informationen zum Giger auf der Fanpage:

www.facebook.com/zumgoldenengiger)


Premium-Mitglieder bei der Eröffnung der Gluck-Festspiele 2022
„Orpheus und Eurydike" und dem Wuppertaler Tanztheater
Pina Bausch

Was für ein wunderbarer Abend, zu dem unser geschätzter Intendant Werner Müller die Premium-Mitglieder des Theatervereins am 29.04.2022 eingeladen hatte.

Beim Empfang vor der Aufführung lernten die Gäste einen gut gelaunten Michael Hofstetter, den Intendanten der Gluck-Festspiele 2022 kennen. Nach seiner Premiere in Wuppertal gab er den Auftakt der diesjährigen Gluck-Festspiele im Stadttheater Fürth und den erwartungsvollen Gästen eine Einführung in das Werk.

Über Pina Bausch und das Wuppertaler Tanztheater parlierte dessen Intendantin Bettina Wagner-Bergelt und gab interessante Einblicke über das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Künstlerin. Die Proben der Tanzoper begleitete die langjährige Assistentin von Pina Bausch, die Choreografin Josephin Ann Endicot. Aus Wagner-Bergelts Bayreuther Heimat kamen auch zahlreiche Freunde und Bekannte ins Stadttheater nach Fürth.

Die Aufführung war ein Genuss für Augen und Ohren. Beginnend mit einem Orchester, das die Freude an der Musik spürbar werden ließ, dem Chor und Bläsern auf den Rängen begleitet vom einzigartigen Stil des Wuppertaler Tanztheaters.
Ein Abend, der nachhallte. Standing Ovations!

 


Premium-Mitglieder bei der Hauptprobe von
Ödön von Horváths „Der jüngste Tag" am 10.03.2022

Ein Kuss, das dadurch nicht rechtzeitig gestellte Signal, das Unglück mit 18 Toten und die darauf skurrile Aufarbeitung der Schuldfrage.

So ließe sich das „Volksstück" vom österreichischen Dichter Ödön von Horvát ((1901 – 1938) zusammenfassen, wären da nicht die Nuancen und Verstrickungen, die letztendlich zum „Jüngsten Tag" führen. Uraufgeführt wurde das Stück 1937 in der Tschechoslowakei.

20 Premium-Mitglieder hatten die Gelegenheit, im exklusiven Rahmen der Hauptprobe, den Geschehnissen beizuwohnen. Nach der Begrüßung durch den Intendanten Werner Müller, stellte Dramaturg Dr. Matthias Heilmann den Dichter näher vor und gab eine Einführung in das Stück.

Im Parkett nahm Regisseur Georg Schmiedleitner die Probengäste in Empfang. Ihm war die Freude der Inszenierung anzumerken, gerade weil auch eine ganz besondere Herausforderung zu bewältigen war: Der Hauptdarsteller, Stationsvorsteher Thomas Hudetz, ursprünglich gespielt von Stefan Maaß, fiel aus und musste innerhalb weniger Tage ersetzt werden. Diesem Kraftakt stellte sich Thomas Stang, Schauspieler, Regisseur und am Stadttheater als künstlerischer Leiter des Theaters für junges Publikum aktiv. Kompliment vom Regisseur: „Das zeigt, wie gut das Team ist, so etwas geht nicht überall".

Aus den FN am 14.03.2022: „Das Schöne an der Inszenierung ist ihre von fein bis tosend durchgängige Musikalität. Schmiedleitner nimmt Horvàths oft an Sprachlosigkeit grenzende Sätze wie eine Partitur. Der famose Norbert Nagel (Saxofon, Klarinette, Percussion) begleitet die Dialoge mit Raffinesse, stürzt sanft in Seelentiefen, macht Stummheit hörbar, reißt aus tückischen Beruhigungsfallen." Wie wahr, ein ganz besonderer Genuss für die Premium-Mitglieder des Theatervereins. Danke Werner Müller!


25 Jahre Ballettforum Franken e.V.

Glückwünsche vom Theaterverein an Julia Vitez

 

1997 gegründet als Förderverein für junge Talente, kann das BFF mit seiner Vorsitzenden Julia Vitez 2022 auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Mit dem Theaterverein ist Frau Vitez schon lange verbunden In seiner Laudatio würdigte der 1. Vorsitzende des Theatervereins, Dr. Peter Hauser, Julia Vitez als couragierte Organisatorin vieler Aufführungen wie z.B. dem "Fest der Talente" oder dem Ballettwettbewerb "Der Goldene Schuh". Bei diversen Events war sie stets eine treue Unterstützerin und natürlich eine geschätzte Freundin.


Als Dank für ihr Engagement übereichte ihr der Theaterverein bei einer kleinen Feier zum Jubiläum eine Spende über 3000 Euro.

Wir gratulieren und wünschen viele weitere, erfolgreiche Jahre.

Mehr zum Ballettforum Franken e.V. finden Sie unter:
https://www.ballettforum-franken.de

 

Jürgen Kunstmann, Ursula Osel, Dr. Peter Hauser, Julia Vitez, Dr. Claudia Städtler
(von links)


Circular Motion im Stadttheater

Der Theaterverein unterstützt Brückenbauprojekt

Zur großen Freude von Jutta Czurda, der Initiatorin des Brückenbau-Projekts, ermöglichte der Theaterverein mit einer Spende, dass das Kunstwerk 'Circular Motion' im Stadttheater bleiben kann.

Wie sie uns schreibt: "Hunderte von Menschen identifizieren sich über den Brückenbau mit unserem Theater und es ist eine solch besondere Wertschätzung, wenn sich diese Menschen durch das Kunstwerk in ihrem Theater nun bleibend repräsentiert fühlen dürfen."

Das wunderbare Mosaik ziert nun das Foyer im 2. Stock.

Wir freuen uns mit Jutta Czurda und ihren Brückenbauern!